Wie der Felsen zu seinem Namen kam
Der Ballade nach saß eine Nixe, Loreley genannt, auf dem gleichnamigen Felsen und lockte mit ihrer Stimme die Rheinschiffer an, die wegen ihres unglaublich schönen Gesangs die gefährliche Strömung und die Felsenriffe nicht beachteten und mit ihren Schifferbooten zerschellten. Kennzeichnend war auch, dass sie ihr langes blondes Haar mit einem goldenen Kamm kämmte.
Heute gehört der Loreleyfelsen zum UNESCO Weltkulturerbe und bildet eine der schönsten Landschaften in Deutschland. Auf dem mächtigen Plateau, nicht weit entfernt von der Felsspitze, liegt die Freilichtbühne Loreley.1939 wurde die Freilichtbühne gebaut und mit "Wilhelm Tell" eröffnet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Bühne aufgrund ihrer einzigartigen natürlichen Akustik für zahlreiche klassische Konzerte und Opern genutzt. Am 3. Juli 1976 war es die Band Genesis, mit der die lange Rock-Tradition der Freilichtbühne ihren Anfang fand. Es folgten in den Jahren darauf sämtliche internationale Größen des Pop- und Rockbereichs. Mit dem ersten Rockpalast 1981 entdeckte das Fernsehen die Freilichtbühne. In den folgenden Jahren besuchten Bands wie UB 40, BAP, U2, Joe Cocker, Red Hot Chili Peppers, Chris Rea, Metallica, Peter Maffay, Carlos Santana, Gary Moore, Herbert Grönemeyer, Simple Minds, Sting u.v.a. Deutschlands schönsten Rockfelsen.
Legendäre Festivals wie das Bizarre und das Summer Jam feierten ihre Premiere auf dem Plateau der Loreley. Ob "Rock gegen Atom" (1986) mit Udo Lindenberg und Klaus Lage oder "The Monsters of Comedy" (1992) mit Helge Schneider und Badesalz, Hunderttausende pilgerten in das malerische Rheintal um sagenhafte Konzerte und Festivals zu erleben.
Die Geschichte geht weiter - mit neuen Festivals und Konzerten, mit Klassikveranstaltungen und Schlager-Partys. Die Freilichtbühne Loreley ist und bleibt die angesagte Open Air Adresse und freut sich auf viele weitere Jahre aufregender Veranstaltungen.